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Use-Case · Produktion

Lieferanten-Audit

On-Site-Bewertung von Sub-Lieferanten — QM-System, Produktsicherheit, REACH, Arbeitsbedingungen, IT-Sicherheit. Strukturierter Bericht zum Versenden direkt aus der Plattform.

Wann ein Lieferanten-Audit ansteht

ISO 9001 cl. 8.4 verlangt von jedem zertifizierten Betrieb die Bewertung externer Anbieter — Lieferanten, Sub-Lieferanten, Dienstleister mit Bezug zu Produkt oder Prozess. Verbreitet ist die jährliche Lieferantenbewertung mit Klassifizierung A/B/C plus ein On-Site-Audit für jeden A-Lieferanten alle 1–3 Jahre. Wer REACH-relevante Stoffe oder Produkte aus dem Nicht-EU-Ausland bezieht, hat zusätzlich Aufklärungspflichten. Seit 2024 greift das Lieferkettensorgfalts­pflichtengesetz für Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitern — die Anforderungen ziehen sich aber bis zu direkten Lieferanten kleinerer Betriebe durch.

Ein typisches Lieferanten-Audit deckt 20–35 Fragen über sechs bis acht Sections ab — von Stammdaten über Produktsicherheit und REACH bis zu Arbeitsbedingungen und IT-Sicherheit. Bei sensiblen Bereichen (Lebensmittel, Pharma, Automotive) sind 40+ Fragen üblich.

Die sechs Säulen eines belastbaren Lieferanten-Audits

Wer einen Lieferanten qualifiziert, muss vor Ort prüfen — eine E-Mail-Selbstauskunft reicht nicht. Sechs Säulen unterscheiden ein belastbares vom rein formalen Lieferanten-Audit.

  1. 1

    Lieferanten-Stammdaten und QM-System

    Rechtsform, ISO-9001-Zertifikat, Standort, Anzahl Mitarbeiter, Kapazität. Existiert ein QM-Handbuch, ein dokumentierter Reklamationsprozess, eine Notfallplanung?

  2. 2

    Produkt- und Prozesssicherheit

    Eingangs-, Zwischen- und Endkontrolle dokumentiert? Werden kritische Prozesse mit messbaren Parametern überwacht? Wie wird Charge-Rückverfolgbarkeit sichergestellt?

  3. 3

    REACH und Stoff-Compliance

    Wenn der Lieferant Erzeugnisse oder Stoffe liefert: SVHC-Identifikation, SCIP-Meldung, Sicherheitsdatenblätter aktuell? Bei Lieferanten aus Nicht-EU besonders kritisch.

  4. 4

    Arbeitsbedingungen und LkSG

    Lieferkettensorgfalts­pflichtengesetz greift seit 2024 auch für mittelständische Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitern — und die Anforderungen ziehen sich bis zum direkten Lieferanten durch. Mindestlohn, Arbeitszeit, PSA, Arbeitsschutz dokumentiert?

  5. 5

    IT- und Datensicherheit

    Bei Lieferanten mit IT-Bezug (Datenverarbeitung, Komponenten-Software, Cloud-Anbindung): TOM-Konzept, ISO 27001 oder vergleichbar, Auftragsverarbeitungs-Vertrag mit DPA-Anhang.

  6. 6

    Bewertung und Folgemaßnahmen

    Gesamt-Score, Klassifizierung als A-/B-/C-Lieferant, Korrekturmaßnahmen mit Frist. Re-Audit-Termin festlegen, Bericht an den Lieferanten versenden.

Manuell vs. mit HeyAudit

Manuell

  • · Eigenen Audit-Katalog pflegen, anpassen pro Lieferant
  • · Vorbereitung mit Excel-Vorlage, oft aus Vorjahres-Audit kopiert
  • · Vor-Ort-Besuch mit Klemmbrett, Notizen handgeschrieben
  • · Bericht im Office tippen, oft mit Übersetzungs-Aufwand bei Auslands-Lieferanten
  • · Versand an Lieferant per E-Mail, separates Tracking der Korrekturmaßnahmen
  • → Aufwand: 1 Tag plus Anreise pro Lieferant

Mit HeyAudit

  • · Brief in einem Satz: „Lieferanten-Audit für REACH-Kunststoff-Lieferant aus Polen, 80 Mitarbeiter, ISO-9001-zertifiziert“
  • · KI generiert Audit mit Sections und Fragen in 10–15 Sekunden
  • · Mobile Begehung mit Foto pro Frage, Auto-Save
  • · Score und Mängelliste deterministisch berechnet
  • · Bericht direkt aus der Plattform per Share-Link versendbar
  • → Aufwand: 3–4 Stunden plus Anreise

Vollständiges Beispiel-Audit

So sieht ein generierter Lieferanten-Audit für einen Kunststoff-Lieferanten aus Polen aus. Sieben Sections, 24 Fragen, jede mit Klausel-Zuordnung.

Brief

„Lieferanten-Audit für unseren Hauptlieferanten von Kunststoff-Spritzguss-Teilen aus Polen, 80 Mitarbeiter, ISO-9001-zertifiziert, Schwerpunkt REACH und Arbeitsbedingungen"

  1. 1

    Stammdaten und QM-System

    • · Liegt eine gültige ISO-9001-Zertifizierung vor (Datum, Geltungsbereich)?
    • · Existiert ein QM-Handbuch in jeweils aktueller Fassung?
    • · Liegt ein dokumentierter Reklamationsprozess vor?
  2. 2

    Produktion und Prozesskontrolle

    • · Werden Eingangs-, Zwischen- und Endkontrollen dokumentiert?
    • · Sind kritische Prozessparameter (Temperatur, Druck, Zykluszeit) überwacht?
    • · Wie wird Charge-Rückverfolgbarkeit pro produziertem Teil sichergestellt?
  3. 3

    REACH und Stoff-Compliance

    • · Wurden alle SVHC-Stoffe in den gelieferten Erzeugnissen identifiziert?
    • · Werden Erzeugnisse mit > 0,1 % SVHC im SCIP-Register gemeldet?
    • · Sind aktuelle Sicherheitsdatenblätter pro Stoff verfügbar?
  4. 4

    Arbeitsbedingungen (LkSG)

    • · Werden lokale Mindestlohn- und Arbeitszeit-Vorschriften eingehalten?
    • · Sind PSA und Sicherheitsunterweisungen vor Ort sichtbar?
    • · Gibt es einen dokumentierten Beschwerde-Mechanismus für Beschäftigte?
    • · Wird Kinder- oder Zwangsarbeit ausgeschlossen (Verifizierung Geburtsdatum, Personalakten)?
  5. 5

    Sub-Lieferanten-Struktur

    • · Liegt eine Liste der wichtigsten Sub-Lieferanten vor?
    • · Werden Sub-Lieferanten regelmäßig bewertet?
    • · Sind kritische Stoffe oder Komponenten von Single-Source-Risk betroffen?
  6. 6

    IT- und Datensicherheit

    • · Liegt ein technisches und organisatorisches Maßnahmen-Konzept (TOM) vor?
    • · Existiert ein Auftragsverarbeitungs-Vertrag (DPA) für unsere Daten?
    • · Sind Backup- und Notfall-Konzepte dokumentiert?
  7. 7

    Bewertung und Folgemaßnahmen

    • · Sind kritische Findings mit Korrekturmaßnahme und Frist hinterlegt?
    • · Wurde die Lieferanten-Klassifizierung (A/B/C) abgestimmt?
    • · Wurde ein Re-Audit-Termin festgelegt?

So entsteht der Score

HeyAudit berechnet den Audit-Score deterministisch — keine KI-Halluzination, keine Magic-Boost-Funktionen. Antworten werden gewichtet:

Was Sie zurückbekommen

Am Ende des On-Site-Audits erstellt das System einen Bericht mit vier Komponenten — geeignet sowohl für Ihre eigene QM-Akte als auch zum Versand an den Lieferanten:

Executive Summary

3–5 Sätze in deutscher Geschäftssprache, geschrieben von Sonnet 4.6. Klassifizierung als A-/B-/C-Lieferant mit Begründung.

Befunde mit Priorität

Pro Befund Beschreibung, Klausel-Zitat (z. B. ISO 9001 cl. 8.4 oder LkSG), Foto-Anhang und Priorität (sofort / 30 Tage / 90 Tage).

Versand an Lieferant

Per Share-Link. Lieferant kann den Bericht ohne HeyAudit-Konto einsehen, Korrekturmaßnahmen-Status melden, Folge-Belege hochladen.

Re-Audit als Agent

Der Audit ist als benannter Agent gespeichert. Der Re-Audit im Folgejahr startet mit einem Klick — der Agent kennt die Vorjahres-Befunde und prüft die Wirksamkeit der Korrekturmaßnahmen.

Ergebnis

Lieferant erhält einen strukturierten Bericht. Ihre QM-Akte wächst um auditfähige Nachweise — ohne Excel-Tabellen-Wirrwarr. Pro Lieferanten-Audit eingesparte Zeit: vier bis sechs Stunden gegenüber dem klassischen Klemmbrett-und-Word-Workflow. Externe ISO-9001- und ISO-14001-Auditoren akzeptieren die Berichte als Nachweis nach cl. 8.4. Bei Re-Audits im Folgejahr greifen die Lerneffekte des benannten Agenten — Sie sparen weitere 30 % Zeit.

Häufige Fragen

Funktioniert das auch bei Lieferanten im Ausland?

Ja. Die Audit-Generierung erfolgt in deutscher Sprache, die Begehung selbst können Sie auf Deutsch durchführen — der Bericht wird in deutscher Geschäftssprache erstellt und an den Lieferanten versendet. Eine englischsprachige Bericht-Variante ist für Q3 geplant; bis dahin können Sie den deutschen Bericht selbst übersetzen oder über Drittdienstleister übersetzen lassen.

Sind die Audits LkSG-tauglich?

Sie decken die LkSG-relevanten Themen ab — Mindestlohn, Arbeitszeit, PSA, Beschwerde-Mechanismus, Kinder-/Zwangsarbeit — und dokumentieren sie nachvollziehbar. Die formale LkSG-Berichtspflicht (jährlicher Bericht ans BAFA) bleibt aber Aufgabe der eigenen Compliance-Abteilung, HeyAudit liefert die Audit-Daten als Input.

Wie funktioniert der Share-Link an den Lieferanten?

Beim Versand erzeugt das System einen einmaligen Share-Link. Lieferant öffnet den Link, sieht den Bericht ohne HeyAudit-Konto, kann pro Korrekturmaßnahme einen Status mit Beleg melden. Sie sehen die Status-Updates direkt in Ihrem HeyAudit-Konto, ohne E-Mail-Pingpong.

Können wir das auch für IT- und Cloud-Anbieter nutzen?

Ja. Im Brief geben Sie an, dass es um einen IT-Lieferanten geht — der Generator erzeugt dann Sections für TOM, ISO 27001, Auftragsverarbeitung, Cloud-Audit-Reports (SOC 2, ISAE 3402). Für sehr spezialisierte IT-Audits empfehlen wir kombinierte Sections mit dem internen Prozess-Audit-Use-Case.

Was kostet ein Lieferanten-Audit mit HeyAudit?

49 € pro Standort und Monat enthalten unbegrenzt viele Audits. Im 14-tägigen Trial sind drei Audits ohne Kreditkarte enthalten — genug, um drei reale Lieferanten-Audits durchzuspielen, bevor Sie sich entscheiden.

Erzeugen Sie Ihren ersten Lieferanten-Audit

14 Tage kostenlos, drei Audits inklusive, keine Kreditkarte. Der erste Lieferanten-Audit ist in unter zwei Minuten erzeugt.