Checkliste: Persönliche Schutzausrüstung (PSA)
Begehung von Bereitstellung, Zustand, Trageverhalten und Doku der persönlichen Schutzausrüstung. Mit Foto-Beleg pro Frage, automatischer Mängelmeldung und prüfungsfertigem PDF.
- Dauer
- 25 Min.
- Frequenz
- quartalsweise
- Umfang
- 5 Sektionen · 20 Fragen
- Schwere
- Hoch
Das Problem
Auffanggurte ohne aktuelle Sachkundigen-Prüfung, fehlende Schutzbrillen für Aushilfen, ein Verbandkasten in einem Auto, das niemand mehr nutzt — und keine Doku, die das festhält.
So löst HeyAudit das
Eine mobile PSA-Begehung pro Standort oder Baustelle. HeyAudit führt durch jede Position, fängt den Foto-Beleg ab, schlägt bei Defekten direkt eine Maßnahme vor und legt den DGUV-konformen Nachweis ins Audit-Archiv.
Was ist diese Vorlage?
Die PSA-Checkliste ist eine wiederkehrende Begehung der persönlichen Schutzausrüstung in einem Betrieb oder auf einer Baustelle. Sie umfasst die Sicht- und Funktionsprüfung der Ausrüstung selbst (Helm, Brille, Gehörschutz, Auffanggurt, Sicherheitsschuhe), die Verfügbarkeit pro Tätigkeit, das tatsächliche Trageverhalten in Tragepflicht-Bereichen und die dazugehörige Unterweisung und Doku.
Warum ist sie wichtig?
PSA ist nach dem TOP-Prinzip (Technisch — Organisatorisch — Personenbezogen) die letzte Schutzebene. Wenn sie fehlt, defekt ist oder nicht getragen wird, gibt es keine weitere Barriere zwischen der Restgefahr und der verletzten Person. Aus diesem Grund ist PSA-Doku ein Schwerpunkt bei BG-Prüfungen — und der einzige Beleg, dass der Arbeitgeber seinen Pflichten aus DGUV V1 §29–31 und der PSA-BV nachgekommen ist.
Risiken ohne Audit
Ohne regelmäßige PSA-Begehung schleichen sich vier typische Lücken ein: abgelaufene Sachkundigen-Prüfungen an Auffanggurten, fehlende PSA für neu eingestellte Personen und Aushilfen, unsichtbare Verschleißschäden an Helmen und Schuhen, und Tragepflicht-Bereiche ohne korrekte ASR A1.3-Beschilderung. Bei einem Unfall werden genau diese vier Punkte zur Beweislast-Frage — und die Verantwortung kippt zurück zum Unternehmer.
Typische Fehler
Häufige Fehler: PSA wird einmalig beim Onboarding ausgegeben und danach nie wieder geprüft. Auffanggurte werden „bei Bedarf“ genutzt, ohne dass jemand die jährliche Prüfung trackt. Die Unterweisung wird einmal jährlich pauschal abgehakt, ohne dass für neue PSA-Arten anlassbezogen nachgeschult wird. Und die Mängelmeldung gibt es zwar als Begriff, aber keinen konkreten Kanal — Defekte werden also gar nicht erst gemeldet.
Branchen-Beispiele
Im Handwerk dominiert die Kombination Helm + Schutzbrille + Gehörschutz + Sicherheitsschuhe S3 + Schnittschutzhandschuhe — plus Auffanggurt bei Dach- und Gerüstarbeiten. In der Logistik kommen Warnwesten und Staplerfahrer-Schutz dazu. In der Produktion oft branchenspezifische PSA (Schweißerschutz, Chemikalienschutz). Im Gebäudemanagement dominiert das Thema Verkehrssicherung und Sturzschutz beim Dachzugang. Die hier vorgestellte Vorlage ist generisch — beim ersten Aufruf passt der HeyAudit-Agent die Frageliste an den Branchenkontext an.
Was wird geprüft?
5 Sektionen mit insgesamt 20 Prüfpunkten. Foto-Beleg, Notiz oder Sprachaufnahme pro Frage.
- 01
Auswahl & Bereitstellung
Passt die PSA zur Tätigkeit, ist sie in ausreichender Stückzahl vorhanden und werden auch Aushilfen, Auszubildende und Fremdfirmen mitversorgt?
4 Prüfpunkte
- 02
Zustand & Funktionsfähigkeit
Optische Sichtprüfung jedes Artikels — Beschädigungen, Verschleiß, abgelaufene Sachkundigen-Prüfungen.
5 Prüfpunkte
- 03
Tragen & Anwendung
Stichprobenartige Begehung der Arbeitsplätze — wird die PSA tatsächlich getragen, korrekt angewendet und an Tragepflicht-Bereichen sichtbar gefordert?
4 Prüfpunkte
- 04
Lagerung & Hygiene
PSA muss sauber, trocken und sichtbar gelagert werden — vor allem bei wechselnden Trägern oder Saisonarbeit.
3 Prüfpunkte
- 05
Unterweisung & Dokumentation
Die Bereitstellung allein reicht nicht — DGUV V1 §31 verlangt, dass Mitarbeitende den Gebrauch beherrschen und Mängel melden können.
4 Prüfpunkte
Gesetzliche Bezüge
Strukturelle Referenzen — keine Rechtsberatung.
- ArbSchG §3BMAS · Maßnahmen treffen, Wirksamkeit prüfen, anpassen
Der Arbeitgeber muss erforderliche Maßnahmen zum Arbeitsschutz treffen und auf ihre Wirksamkeit prüfen. Praktische Konsequenz: keine einmalige Begehung, sondern wiederkehrende Audits mit dokumentierter Wirksamkeitskontrolle.
- ArbSchG §5BMAS · Tätigkeitsbezogene Gefährdungen ermitteln und bewerten
Pflicht zur dokumentierten Gefährdungsbeurteilung für jede Tätigkeit. Grundlage für die Auswahl von PSA, technischen Schutzmaßnahmen und Unterweisungsthemen. Muss bei wesentlichen Änderungen aktualisiert werden.
- DGUV V1 §29–31DGUV · Bereitstellung, Benutzung und Erprobung von PSA
Der Unternehmer stellt PSA in ausreichender Zahl und in geeigneter Ausführung bereit (§29). Versicherte sind zur bestimmungsgemäßen Benutzung verpflichtet (§30). Mängel sind unverzüglich zu melden (§31).
- PSA-BVBMAS · Auswahl, Bereitstellung und Benutzung von PSA
Verpflichtet den Arbeitgeber, PSA bereitzustellen, deren Eignung zu prüfen und Beschäftigte zu unterweisen. Verweist auf die EU-PSA-Verordnung 2016/425 für die CE-Kennzeichnung der PSA-Produkte selbst.
- ASR A1.3BAuA · Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz
Vorgaben für Piktogramme, Farben und Anbringungsorte von Sicherheitszeichen (Verbots-, Gebots-, Warn-, Rettungs- und Brandschutzzeichen). Grundlage z.B. für PSA-Tragepflicht-Schilder am Arbeitsplatz.
- DIN EN 365DIN · Mindestens jährliche Sachkundigen-Prüfung
Schreibt die Sachkundigen-Prüfung von Auffanggurten, Verbindungsmitteln und Falldämpfern mindestens alle 12 Monate vor. Prüfprotokoll und Prüfaufkleber sind verpflichtend.
Vorteile digitaler Audits
Digital läuft die Begehung in etwa 25 Minuten — gegenüber 1,5–2 Stunden für Papier + Excel + Fotoablage + manueller Bericht. Wichtiger als die Zeitersparnis ist die Lückenlosigkeit: jeder Foto-Beleg ist datiert und der Person zugeordnet, Mängel landen automatisch in einer Maßnahmenliste mit Verantwortlichem und Fälligkeit, und das Audit-Archiv ist bei einer BG-Anfrage in zwei Klicks aufrufbar.
AI-Unterstützung
Der HeyAudit-Agent erkennt aus dem Branchenkontext, welche PSA-Arten relevant sind, und ergänzt Pflichtfragen automatisch — z.B. „Sachkundigen-Prüfung Auffanggurt“ bei Dacharbeit. Bei kritischen Befunden formuliert er Maßnahmentexte vor und schlägt eine Eskalation an den Sicherheitsbeauftragten vor, ohne dass die auditierende Person das selbst denken muss.
Mobile Nutzung
Die Begehung läuft komplett auf dem Smartphone — Auditor öffnet die Vorlage, geht von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz, beantwortet jede Frage, knipst den Beleg mit der Kamera und wischt zur nächsten. Auto-Save nach jeder Antwort, Offline-Sync für Funklöcher im Lager oder auf der Baustelle. Die digitale Unterschrift am Ende schließt den Audit ab.
Häufige Fragen
Wie oft muss eine PSA-Begehung stattfinden?
Eine feste gesetzliche Frequenz gibt es nicht — die Pflicht ergibt sich aus ArbSchG §3 (Wirksamkeitskontrolle) und der Gefährdungsbeurteilung. In der Praxis funktioniert quartalsweise gut: häufig genug, um Verschleiß und Personalwechsel mitzunehmen, selten genug, um nicht zu Routine zu verfallen. Auffanggurte unterliegen davon unabhängig der jährlichen Sachkundigen-Prüfung nach DIN EN 365.
Wer darf die PSA-Begehung durchführen?
Für die Begehung selbst genügt eine unterwiesene Person mit Überblick über Arbeitsplätze und PSA-Bestand — typisch der Sicherheitsbeauftragte, eine Sifa oder ein Meister. Für die Sachkundigen-Prüfung von Auffanggurten und anderen PSA-gegen-Absturz braucht es zusätzlich eine zur Prüfung befähigte Person nach TRBS 1203 — meist ein extern beauftragter Sachkundiger oder eine intern qualifizierte Fachkraft mit Sachkundenachweis.
Was passiert, wenn bei der Begehung kritische Mängel auffallen?
Bei kritischen Mängeln — abgelaufener Auffanggurt, beschädigter Helm, fehlendes CE-Zeichen — sperrt HeyAudit den betroffenen PSA-Artikel sofort und schlägt eine Maßnahme inkl. Verantwortlicher Person und Fälligkeit vor. Optional wird ein Folge-Audit in 14 Tagen geplant. So bleibt der Mangel nicht in der Mängelliste hängen.
Reicht ein Foto pro Frage als Nachweis?
Für die meisten Punkte ja — die BG akzeptiert Foto-Beleg + Datum + auditierende Person als Wirksamkeitsnachweis. Bei der Sachkundigen-Prüfung von Auffanggurten zusätzlich das Prüfbuch / Prüfaufkleber vom Sachkundigen.
Kann ich die Vorlage an meinen Betrieb anpassen?
Ja. Beim ersten Aufruf entsteht ein Auto-Audit, beim zweiten ein benannter Agent. Fragen, die für Ihren Betrieb nicht relevant sind, fallen automatisch weg; fehlende Positionen ergänzen Sie als Frage, der Agent merkt sie sich für die nächste Begehung.
Ist die digitale Dokumentation DSGVO-konform?
Ja. Daten liegen auf europäischen Servern (Frankfurt), Unterschriften und Foto-Beleg sind nur für berechtigte Rollen sichtbar, Konto- und Datenlöschung ist jederzeit möglich. Mitarbeiterbilder werden nur bei explizit kritischen Fragen erfasst und können auf Wunsch unkenntlich gemacht werden.
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