Vorlage · HACCP & Food Safety

Personal­hygiene Gastronomie — Checkliste

Tägliche Personal­hygiene-Kontrolle plus IfSG §43-Belehrungs­übersicht — Arbeits­kleidung, Hand­hygiene, Krank­meldungen, Schulungs­stand.

Dauer
15 Min.
Frequenz
monatlich
Umfang
5 Sektionen · 18 Fragen
Schwere
Hoch

Das Problem

Drei Aushilfen wurden in den letzten Wochen ein­gearbeitet, ohne dass jemand an die IfSG-Belehrung gedacht hat. Bei einem Norovirus-Vorfall fragt das Gesundheits­amt genau nach diesen Belehrungs­nachweisen.

So löst HeyAudit das

HeyAudit führt zwei Ebenen zusammen: die tägliche Personal­hygiene-Kontrolle (Arbeits­kleidung, Hand­hygiene, Krank­meldung) und die System­ebene (IfSG-Belehrungen, Hygiene­schulungen, Krank­meldungs­workflow) — mit Erinnerung an ablaufende Folge­belehrungen.

Was ist diese Vorlage?

Die Personal­hygiene-Checkliste ist die monatliche Verifizierung von zwei Ebenen: tägliche Personal­hygiene (Arbeits­kleidung, Hand­hygiene, Verhalten) und System­ebene (IfSG-Belehrungen, Hygiene­schulungen, Krank­meldungs­workflow). Sie verbindet die operative Praxis mit dem dokumentierten Nachweis, den Gesundheits­amt und IFS-Audit erwarten.

Warum ist sie wichtig?

Mitarbeitende sind die häufigste Übertragungs­quelle für Lebensmittel-Vorfälle — typisch Norovirus, Salmonellen, Hepatitis A. IfSG §43, LMHV und VO 852/2004 verlangen daher dokumentierte Belehrungen und gelebte Personal­hygiene. Ein Krank­heits­vorfall ohne Belehrungs­nachweis kann zur direkten Haftungs­frage des Betriebs­inhabers werden.

Risiken ohne Audit

Vier typische Lücken: (1) Aushilfen und Praktikanten ohne IfSG-Erst­belehrung — Tätigkeit ist formal nicht zulässig. (2) Folge­belehrungen werden vergessen, der Nachweis ist Jahre alt. (3) Hand­hygiene wird zwar besprochen, aber nicht stichproben­artig kontrolliert. (4) Krank­meldungs­prozess gibt es als Stichwort, aber keine schriftliche Anweisung — Mitarbeitende kommen krank zur Arbeit.

Typische Fehler

Häufige Fehler: IfSG-Belehrung wird mit der Hygiene­schulung verwechselt — Erst­belehrung ist nur durch Gesundheits­amt zulässig. Wechsel-Frequenz der Arbeits­kleidung ist nicht geregelt — die gleiche Kleidung wird tage­lang getragen. Krank­meldungen werden mündlich angenommen, nicht doku­mentiert. Schmuck-Verbot wird zwar formuliert, aber Eheringe werden geduldet — ohne dokumentierte Risiko­bewertung.

Branchen-Beispiele

Restaurant à la carte: 4–12 Personen pro Schicht, hohe Aushilfen-Quote — IfSG-Belehrungen für Aushilfen sind der Schwerpunkt. Café: kleines Team, Hand­hygiene-Theken-Routine ist kritisch. Hotel­küche: viele Schichten, viele unterschiedliche Personen — System­doku ist Schlüssel. Großküche / Catering: hohe Personal­zahl, Folge­belehrungen pro Jahr sind organisatorische Heraus­forderung. Bäckerei: Frühschicht-Routine, oft mit nur einer Person — Selbst­dokumentation funktioniert nur, wenn der Prozess klar ist.

Was wird geprüft?

5 Sektionen mit insgesamt 18 Prüfpunkten. Foto-Beleg, Notiz oder Sprachaufnahme pro Frage.

  1. 01

    Arbeits­kleidung & PSA

    Saubere, helle, gewechselte Berufs­kleidung pro Schicht.

    4 Prüfpunkte

  2. 02

    Hände & Hautschutz

    Hand­hygiene ist der wichtigste Hygiene-Aspekt in der Gastronomie.

    4 Prüfpunkte

  3. 03

    Krank­meldungen & IfSG

    Krankheits-Doku und IfSG-Belehrungs­workflow.

    4 Prüfpunkte

  4. 04

    Verhalten in der Küche

    Was tun, was lassen — kleine Themen mit großer Hygiene-Wirkung.

    3 Prüfpunkte

  5. 05

    Schulung & Doku

    Hygiene­schulung nach DIN 10514 und Doku der Schulungs­stände.

    3 Prüfpunkte

Gesetzliche Bezüge

Strukturelle Referenzen — keine Rechtsberatung.

Vorteile digitaler Audits

Statt Personal­akte mit Papier-Belehrungen + Excel-Übersicht läuft die Personal­hygiene-Doku in einem System. Belehrungen werden mit Ablauf­datum hinterlegt — 30 Tage vor Folge­fällig­keit Erinnerung. Krank­meldungen werden vom Mitarbeitenden per App eingetragen, der Schicht­leiter sieht den Status sofort. Bei Behörden­begehung ist die Belehrungs­übersicht in 30 Sekunden ausgedruckt.

AI-Unterstützung

Der HeyAudit-Agent verbindet Personal­akte, Schulungs­plan und Krank­meldungen — er warnt vor ablaufenden Belehrungen, schlägt anstehende Schulungs­termine vor und erkennt Häufungen krankheits­bedingter Ausfälle in einem Team (mögliches Hygiene-Problem).

Mobile Nutzung

Die Personal­hygiene-Kontrolle läuft mobil — Schicht­leitung geht durch die Küche, Stich­probe Hand­hygiene, Foto bei Auffäl­ligkeiten. Belehrungs­übersicht ist auf dem Smartphone direkt sichtbar. Krank­meldungen können vom Mitarbeitenden direkt aus der App gemacht werden — der Schicht­leiter sieht den Status in der Tages­übersicht.

Häufige Fragen

Was ist eine IfSG §43-Belehrung?

Eine Pflicht­schulung durch das Gesundheits­amt (Erst­belehrung) für alle Personen, die mit nicht-verpackten Lebensmitteln umgehen. Sie informiert über melde­pflichtige Krank­heiten und Tätigkeits­verbote. Erst­belehrung ist 3 Monate gültig — danach muss die Tätigkeit begonnen worden sein, sonst ist eine neue Erst­belehrung nötig.

Wie oft muss die IfSG-Belehrung wiederholt werden?

Mindestens alle 2 Jahre durch eine interne Folge­belehrung des Arbeit­gebers (oder dokumentierte Auffrischung) — schriftlich mit Datum und Unter­schrift festgehalten. Praxis-Empfehlung: jährlich, integriert in die LMHV-Hygiene­schulung nach DIN 10514.

Wer darf in der Küche arbeiten ohne IfSG-Belehrung?

Niemand, der mit nicht-verpackten Lebensmitteln in Berührung kommt. Reine Office-Tätigkeiten oder reines Spülen ohne Lebens­mittel-Kontakt sind ausgenommen. Bei Aushilfen, Praktikanten und Probe­arbeitern gilt: Belehrung muss vor erstem Arbeitstag vorliegen.

Was tun, wenn ein Mitarbeitender mit Magen-Darm-Symptomen erscheint?

Nach IfSG sofortiges Tätigkeits­verbot bei akuten Symptomen (Durchfall, Erbrechen, Fieber > 38 °C). Wieder­aufnahme erst 48 Stunden nach letztem Symptom. Bei Verdacht auf melde­pflichtige Krankheit (Norovirus, Salmonellen) Gesundheits­amt informieren. Doku jede Krank­schreibung mit Beginn/Ende — der Verlauf zählt im Schadens­fall.

Sind Bart-Netze und Schmuck­verbote überzogen?

Nein. Bart-Netze sind in DIN 10506 und in vielen HACCP-Konzepten Pflicht, weil Bart-Haare in Lebensmittel fallen können. Schmuck (Ringe, Armbänder, Uhren) ist hygienisch problematisch — darunter sammeln sich Mikro­organismen, Reinigung ist unzuverlässig. Praktische Lösung: Ringe ablegen oder mit Pflaster abdecken bei kurz­zeitigem Einsatz.

Wie lange muss die Personal­hygiene-Doku aufbewahrt werden?

Belehrungs­nachweise so lange das Arbeits­verhältnis besteht plus 3–5 Jahre nach Austritt — bei Verdachts­fällen länger. HeyAudit speichert DSGVO-konform in der EU, automatische Lösch­konzepte sind konfigurierbar. Bei einer Behörden­begehung kann das Gesundheits­amt rückwirkende Stichproben über mehrere Jahre verlangen.

Verwandte Vorlagen

Diese Vorlage in Ihrem Betrieb nutzen.

14 Tage kostenlos — der HeyAudit-Agent passt die Vorlage beim ersten Aufruf an Ihren Betrieb und Ihre Branche an.