Vorlage · Logistik, Transport & Lager

Ladungs­sicherung — VDI 2700 Vorlage

Pro Auftrag: Lade­einheit, Anti-Rutsch, Zurr­gurte, Berechnung, Foto-Beleg — Ladungs­sicherung gerichts­fest nach VDI 2700.

Dauer
10 Min.
Frequenz
anlassbezogen
Umfang
5 Sektionen · 16 Fragen
Schwere
Kritisch

Das Problem

Verzurrt wird „nach Gefühl“, der Zurrgurt ist alt und nicht geprüft, Anti-Rutsch-Matten liegen im Lager. Bei der Polizei-Kontrolle kassiert der Fahrer Punkte und Bußgeld — der Halter haftet mit.

So löst HeyAudit das

HeyAudit führt durch die Ladungs­sicherung nach VDI 2700 — Lade­einheit erfassen, Sicherungs­art wählen, Berechnung automatisch, Foto-Beleg vor Abfahrt. Bei der Kontrolle steht die Doku in 5 Sekunden bereit.

Was ist diese Vorlage?

Die Ladungs­sicherung ist die Erfassung und Berechnung der Sicherung pro Transport-Auftrag — Lade­einheit, Anti-Rutsch, Zurr­gurte, Sicherungs­art. Vor jeder Abfahrt erfasst, mit Foto-Beleg dokumentiert, gerichts­fest archiviert.

Warum ist sie wichtig?

Bei der Polizei-Kontrolle entscheidet die Doku in 5 Minuten, ob die Tour weiterfährt. Bei einem Lade­schaden oder Unfall mit verrutschter Ladung kippt die Haftungs­frage ohne Doku sofort an Verlader, Fahrer und Halter — gestaffelt. VDI 2700 ist die einzige anerkannte Methode für die Sicherungs­berechnung.

Risiken ohne Audit

Vier typische Probleme: (1) Verzurrung „nach Gefühl“ — bei Brems­manöver verrutscht die Last. (2) Zurr­gurte ohne LC-Kennzeichnung — Verstoß gegen VDI 2700. (3) Kein Anti-Rutsch — die Anzahl der nötigen Gurte verdoppelt sich, niemand merkt es. (4) Berechnung fehlt — bei Kontrolle keine Doku, Bußgeld unvermeidlich.

Typische Fehler

Häufige Fehler: Stand­ard-Anzahl Gurte für alle Trans­porte — passt selten zur konkreten Last. Zurr­punkte am Auflieger korrodiert, niemand prüft. Foto wird erst nach Polizei-Anrufung gemacht — Beweis­wert gering. Berechnung wird mündlich begründet („immer so gemacht“) — gerichtlich nicht haltbar.

Branchen-Beispiele

Spedition Stückgut: Standard-Mischladung, 4–8 Zurr­gurte plus Anti-Rutsch typisch. KEP: kleinere Lade­einheiten, Sicht­prüfung schneller. Schwerlast: Spezialsicherung mit Berechnung pro Auftrag. Lebensmittel-Logistik: zusätzlich Sauberkeits­anforderung. Chemie/Gefahrgut: ADR-Vorgaben überlagern Standard-VDI 2700.

Was wird geprüft?

5 Sektionen mit insgesamt 16 Prüfpunkten. Foto-Beleg, Notiz oder Sprachaufnahme pro Frage.

  1. 01

    Lade­einheit erfassen

    Was wird transportiert? Gewicht, Form, Schwerpunkt.

    3 Prüfpunkte

  2. 02

    Anti-Rutsch-Sicherung

    Reib­wert erhöhen — die einfachste Sicherungs­art.

    3 Prüfpunkte

  3. 03

    Zurr­gurte & Spann­mittel

    Auswahl, Zustand, Anzahl, korrekte Anbringung.

    4 Prüfpunkte

  4. 04

    Sicherungs­art & Berechnung

    Nieder­zurren, Direkt­zurren, Diagonal — passend zur Ladung.

    3 Prüfpunkte

  5. 05

    Doku & Foto-Beleg

    Vor Abfahrt: Foto pro Seite + Doku im System.

    3 Prüfpunkte

Gesetzliche Bezüge

Strukturelle Referenzen — keine Rechtsberatung.

Vorteile digitaler Audits

Statt Papier-Notiz + Excel-Berechnung + Foto-Mail läuft die Sicherung in ~10 Min direkt am LKW. Der Agent berechnet Sicherungs­kraft aus Masse, Reib­zahl und Sicherungs­art. Bei Polizei-Kontrolle ist die komplette Doku in zwei Klicks abrufbar.

AI-Unterstützung

Der HeyAudit-Agent kennt typische Lade­einheiten pro Branche und schlägt die passende Sicherungs­art vor (Standard-Paletten: Nieder­zurren + Anti-Rutsch; Stahl-Coil: Direkt­zurren). Bei zu wenig Gurten warnt er sofort. Lade­fotos werden gegen Vor-Lade­fotos verglichen — Verrutsch-Erkennung.

Mobile Nutzung

Die Sicherung läuft am Smartphone direkt am Auflieger — Lade­einheit erfassen, Sicherungs­art wählen, Foto pro Seite, fertig. Auto-Save nach jeder Antwort, Offline-Sync für Verlade-Bereiche ohne WLAN. Berechnung läuft offline. Bei Kontrolle: QR-Code-Karte zeigt der Polizei den Lade­schein und die Sicherungs-Doku.

Häufige Fragen

Was prüft die Polizei bei einer Ladungs­sicherungs-Kontrolle?

Polizei und BAG prüfen: (1) Lade­einheit auf Verrutschen geprüft? (2) Zurr­gurte mit gültiger Kennzeichnung und unbeschädigt? (3) Sicherungs­art passend zur Last? (4) Berechnung der Sicherungs­kraft nachweis­bar? Eine dokumentierte Ladungs­sicherung nach VDI 2700 schützt vor Bußgeld und Mit-Haftung.

Was kostet ein Ladungs­sicherungs-Verstoß?

Buß­geld-Katalog: 35–75 € für leichte Verstöße, 75–425 € bei Gefährdung. Plus Punkte in Flensburg. Bei wieder­holten Verstößen droht eine Untersagung des Weiter­transports und Stilllegung. Im Schadens­fall haftet der Halter zusätzlich mit.

Wer ist verant­wortlich für die Ladungs­sicherung?

Gestaffelt: Verlader haftet für korrekte Verladung, Fahrer für Sicht­prüfung vor Abfahrt, Halter für Bereit­stellung geeigneter Sicherungs­mittel und Schulung des Fahrers. Bei Verstoß werden in der Regel alle drei zur Verantwortung gezogen — und die Halter-Haftung ist die teuerste.

Reichen Zurr­gurte allein für die Ladungs­sicherung?

Selten. Anti-Rutsch-Matten + Zurr­gurte ist die häufigste effektive Kombination — die Anti-Rutsch-Matten erhöhen den Reib­wert auf ≥ 0,6, reduzieren die Anzahl der nötigen Gurte und sind oft entscheidend für die Sicherungs­berechnung. Sperr­balken und Form-Schluss zur Stirn­wand ergänzen.

Wie oft müssen Zurr­gurte geprüft werden?

Vor jedem Einsatz Sicht­prüfung durch den Fahrer. Mindest­ens jährlich Sach­kundigen-Prüfung mit Doku. Beschädigte Gurte (Schnitte, Faser­risse, Korrosion der Ratsche) müssen sofort aus dem Verkehr.

Wie funktioniert die Berechnung der Sicherungs­kraft?

VDI 2700 schreibt: Brems­verzögerung 0,8 g vorwärts, 0,5 g seit­lich und rückwärts. Nieder­zurren-Formel: erforderliche Zurr­kraft = (m × a) – (m × g × µ) mit Reib­zahl µ. HeyAudit rechnet das automatisch — der Verlader gibt Masse, Anti-Rutsch (ja/nein) und Sicherungs­art ein, der Agent gibt die Mindest-Anzahl Gurte aus.

Verwandte Vorlagen

Diese Vorlage in Ihrem Betrieb nutzen.

14 Tage kostenlos — der HeyAudit-Agent passt die Vorlage beim ersten Aufruf an Ihren Betrieb und Ihre Branche an.