Vorlage · Bauwesen & Baustellen

Gerüstprüfung Checkliste — TRBS 2121-3

Aufstellung, Beläge, Geländer, Auf­stiege, Kennzeichnungs­schild — Gerüst­prüfung nach Aufbau und wöchent­lich durch eine befähigte Person.

Dauer
18 Min.
Frequenz
woechentlich
Umfang
6 Sektionen · 20 Fragen
Schwere
Kritisch

Das Problem

Das Gerüst steht seit drei Wochen, das Kenn­zeichnungs­schild stammt vom Aufbau-Tag. Niemand prüft wöchent­lich — und keiner fragt, weil das Gerüst „aussieht wie immer“. Ein Sturz wäre dem Unternehmer direkt zuzu­rechnen.

So löst HeyAudit das

HeyAudit führt durch die TRBS 2121-3-Prüfung — Aufstellung, Beläge, Geländer, Auf­stiege. Das Kennzeichnungs­schild bekommt nach jeder Prüfung ein neues Datum, am Gerüst per Bluetooth-Drucker. Ohne aktuelle Prüfung ist die Frei­gabe gesperrt.

Was ist diese Vorlage?

Die Gerüst­prüfung ist die wöchent­liche Sicht- und Funktions­prüfung jedes Gerüsts auf der Baustelle — plus zusätzlich nach jedem Aufbau und nach jeder wesentlichen Veränderung. Sie wird durch eine befähigte Person geführt, das Ergebnis landet auf dem Kenn­zeichnungs­schild („Geprüft am …“ / „Nutzungs­freigabe durch …“).

Warum ist sie wichtig?

Stürze vom Gerüst gehören zu den schwersten Bau­unfällen — und die Frage nach der dokumentierten Prüfung ist die erste, die nach jedem Vorfall gestellt wird. Ein Gerüst ohne aktuelles Kenn­zeichnungs­schild ist formal nicht zur Nutzung freigegeben. Wer es trotzdem nutzt, übernimmt die volle Verant­wortung — auch der eigentliche Gerüst­bauer kann sich auf fehlende Freigabe berufen.

Risiken ohne Audit

Vier typische Lücken: (1) Anker locker werden durch Wind und Bewegung — wird ohne Prüfung nicht bemerkt. (2) Beläge verrutschen oder werden beschädigt — Lücke führt zum Durch­sturz. (3) Geländer werden für Material­durch­reichung gelöst und nicht zurück­gesetzt. (4) Kennzeichnungs­schild bleibt vom Aufbau-Tag — niemand prüft, dass es aktuell ist.

Typische Fehler

Häufige Fehler: Gerüstprüfung wird als reine Sicht­prüfung „im Vorbei­gehen“ gemacht. Anker werden nicht systematisch geprüft (nur die sicht­baren). Mängel werden notiert, aber das Schild bleibt grün. Bei Veränderungen am Gerüst (z.B. zusätzlicher Belag) wird nicht erneut geprüft.

Branchen-Beispiele

Hochbau: Standard-Fassaden­gerüste, hoher Anker-Aufwand. Dachdecker: oft Schutz­gerüst mit DIN EN 13374 Klasse B/C. Sanierung: Wechsel­gerüste, hohe Prüf­frequenz. Industrie­bau: Sonder­gerüste mit Aufbau- und Verwendungs­anleitung. Innen­putz/-trocken­bau: Fahr­gerüste, oft selbst aufgestellt.

Was wird geprüft?

6 Sektionen mit insgesamt 20 Prüfpunkten. Foto-Beleg, Notiz oder Sprachaufnahme pro Frage.

  1. 01

    Aufstellung & Gründung

    Stand­fläche, Last­verteiler, Aus­richtung — die Basis des Gerüsts.

    3 Prüfpunkte

  2. 02

    Stand­festigkeit & Verbindungen

    Anker, Diagonalen, Knoten­punkte — was das Gerüst zusammen­hält.

    3 Prüfpunkte

  3. 03

    Beläge & Geländer

    Stand­bretter, Geländer, Knie­leisten, Fuß­leisten — der eigentliche Arbeits­platz.

    4 Prüfpunkte

  4. 04

    Auf- & Abstieg

    Innen­leitern, Treppen­türme, Durch­stiege — sicher rauf und runter.

    3 Prüfpunkte

  5. 05

    Kennzeichnung & Frei­gabe

    Schild mit „Geprüft am …“, „Nutzungs­freigabe“, Verantwortlich.

    3 Prüfpunkte

  6. 06

    Doku & Abschluss

    Prüfbuch-Eintrag, Frei­gabe oder Sperrung.

    4 Prüfpunkte

Gesetzliche Bezüge

Strukturelle Referenzen — keine Rechtsberatung.

Vorteile digitaler Audits

Statt Papier-Prüf­buch + manueller Schild-Aktualisierung läuft die Prüfung in ~18 Min mobil ab. Per Bluetooth-Drucker wird das aktualisierte Kennzeichnungs­schild direkt vor Ort gedruckt. Bei Sperrung wird das Gerüst im System für alle Nutzer markiert — die Tages-Begehung sieht es sofort.

AI-Unterstützung

Der HeyAudit-Agent kennt die typischen Mängel­muster pro Gerüst-Typ (Fassaden­gerüst: Anker und Beläge; Schutz­gerüst Dach: Schutz­dach-Kontinuität; Fahr­gerüst: Rollen-Bremse und Diagonalen) und reorder die Fragen entsprechend. Bei wiederkehrenden Mängeln am gleichen Gerüst-Abschnitt wird ein Sonder-Audit durch den Gerüst­bauer vor­geschlagen.

Mobile Nutzung

Die Prüfung läuft am Smartphone — durch das Gerüst gehen, Foto-Beleg pro Befund, Auto-Save nach jeder Antwort. QR-Code am Gerüst lädt automatisch die Prüf­historie. Bei Bluetooth-Drucker-Anbindung kommt das aktualisierte Schild direkt vor Ort raus.

Häufige Fragen

Wie oft muss ein Gerüst geprüft werden?

Nach jedem Aufbau und jeder wesentlichen Veränderung sowie mindestens wöchent­lich durch eine befähigte Person. Plus tägliche Sicht­prüfung durch den Nutzer (Bauarbeiter), bevor er das Gerüst betritt — eine Mini-Routine, die in HeyAudit als QR-Code-Variante hinterlegt ist.

Wer ist eine „befähigte Person“ für Gerüste?

Eine Person mit Berufs­ausbildung, Berufs­erfahrung und zeitnaher Tätigkeit im Gerüst­bau — typisch ein erfahrener Gerüst­bauer oder eine mit Sachkundigen-Lehrgang ausgestattete Bau­leitung. TRBS 2121-3 verlangt die Eignung, ohne den Begriff genau zu definieren — Praxis: ein DGUV-zertifizierter Lehrgang plus dokumentierte Erfahrung.

Was passiert mit Gerüsten ohne aktuelles Kenn­zeichnungs­schild?

Sie sind nicht zur Nutzung freigegeben. Mitarbeitende dürfen das Gerüst nicht betreten. HeyAudit hängt im Audit-System eine virtuelle Sperre an das Gerüst — sichtbar für alle Nutzer. Frei­gabe erst nach dokumentierter Prüfung durch befähigte Person.

Wer haftet bei einem Unfall vom Gerüst?

Bei Gerüsten haften mehrere Beteiligte gestaffelt: der Gerüst­bauer für den Aufbau, der Arbeit­geber des verletzten Beschäftigten für Unter­weisung und Trage­pflicht, der Nutzer-Unternehmer für die wöchent­liche Prüfung. Eine saubere Kennzeichnung + Prüfbuch ist die Verteidigungs­linie aller Beteiligten.

Was unter­scheidet die DIN EN 13374-Klassen A, B und C?

Klasse A: für flach geneigte Arbeits­plätze (≤ 10°) und statische Belastung — typisch Wohnungs­bau. Klasse B: bis 30° Neigung, kann dynamische Belastung aufnehmen — typisch Steil­dach. Klasse C: bis 60° Neigung, voll dynamische Belastung — Dach­einsatz mit Sturz­ge­fahr. Die Auswahl der Klasse erfolgt aus der GBU.

Funktioniert die Gerüst­prüfung mit mobilem Drucker?

Ja. HeyAudit kann nach abgeschlossener Prüfung das aktualisierte Kennzeichnungs­schild per Bluetooth-Drucker direkt vor Ort ausgeben — mit Datum, Prüfer und QR-Code, der den Prüf­bericht öffnet. Das spart die nach­trägliche Schild-Aktualisierung im Büro.

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