Vorlage · Qualitäts­management

Prozess­audit Vorlage — VDA 6.3 / ISO 9001

Pro Prozess: Eingänge, Steuer­größen, Aus­gänge, Schnitt­stellen, Risiken. Mit Befund-Klassifikation und Maßnahmen.

Dauer
90 Min.
Frequenz
jaehrlich
Umfang
6 Sektionen · 23 Fragen
Schwere
Hoch

Das Problem

Prozess­audit existiert nur als System-Audit-Kopie — Prozess-Details bleiben in der Ober­fläche. Kunden-Auditor (Automotive) zerlegt die Schein-Doku in 30 Min.

So löst HeyAudit das

HeyAudit struktur­iert Prozess­audit nach VDA 6.3 / ISO 9001 — Turtle-Diagramm, Stich­proben pro Schnitt­stelle, Befund mit Klausel-Bezug, CAPA-Verknüpfung.

Was ist diese Vorlage?

Prozess­audit ist die struk­tur­ierte Tiefen-Prüfung eines kon­kreten Prozesses — von Eingang bis Aus­gang, mit Schnitt­stellen, Steuer­größen und Risiken. Es ergänzt das System-Audit durch operative Tiefe.

Warum ist sie wichtig?

Im Automotive (VDA 6.3, IATF 16949) ist Prozess­audit der domi­nante Audit-Typ — Kunden-Auditor verlangt Tiefe statt Ober­fläche. Auch in ISO 9001 ist prozess­orientierte Steuerung Kern-Anforderung.

Risiken ohne Audit

Drei Risiken: (1) Wirksamkeits-Lücken bleiben unentdeckt — Reklamationen häufen sich. (2) Kunden-Auditor (Automotive) findet die Schein-Doku in 30 Min — Lieferanten-Status sinkt. (3) Prozess-Drift über Monate, niemand schaut hin.

Typische Fehler

Häufige Fehler: Prozess­audit ist Kopie des System-Audits — keine Tiefe. Audit prüft nur Dokumente, nicht Praxis. Schnitt­stellen werden ausgelassen — gerade dort liegen die Probleme. Befunde werden allgemein („Verfahrens­anweisung über­arbeiten“) statt konkret („VA Punkt 4.3 fehlt Mess-Frequenz“).

Branchen-Beispiele

Automotive (IATF / VDA 6.3): mehrere Prozess­audits pro Jahr, harte Bewertung. Maschinen­bau: Endmontage- und Versand-Prozess priori­siert. Lebens­mittel: Wareneingang, Kühl­kette, Sicht-Auswahl-Prozess. Industrie: Wartungs-Prozess + Auf­trags-Abwicklung. Logistik: Wareneingangs-Prozess + Touren-Planung.

Was wird geprüft?

6 Sektionen mit insgesamt 23 Prüfpunkten. Foto-Beleg, Notiz oder Sprachaufnahme pro Frage.

  1. 01

    Prozess-Identifikation

    Welcher Prozess, mit welchem Eigner?

    4 Prüfpunkte

  2. 02

    Eingänge & Anforderungen

    Was geht in den Prozess hinein?

    3 Prüfpunkte

  3. 03

    Steuer­größen & Methoden

    Wie wird der Prozess geführt?

    5 Prüfpunkte

  4. 04

    Aus­gänge & Über­gabe

    Was verlässt den Prozess, an wen?

    3 Prüfpunkte

  5. 05

    Schnitt­stellen & Risiken

    Wo geht es typisch schief?

    3 Prüfpunkte

  6. 06

    Befunde & Maßnahmen

    Was wurde fest­gestellt, was passiert?

    5 Prüfpunkte

Gesetzliche Bezüge

Strukturelle Referenzen — keine Rechtsberatung.

Vorteile digitaler Audits

Statt Word-Bericht und Excel-Maßnahmen-Tracker läuft Prozess­audit am Tablet — pro Sektion strukturierte Fragen, Foto-Beleg, Sprach­note bei Auf­fällig­keit. Befunde direkt mit CAPA verknüpft, Wirksamkeit über Folge-Audit gemessen.

AI-Unterstützung

Der HeyAudit-Agent vergleicht aktuelle Befunde mit voriger Audit-Runde — wieder­kehrende Themen werden markiert. Bei kritischen Schnitt­stellen schlägt er Audit-Vertiefung oder Re-Audit nach 6 Monaten vor.

Mobile Nutzung

Audit läuft am Tablet im Werk — Stich­probe direkt am Arbeits­platz, Foto, Sprach­note. Auto-Save nach jeder Antwort, Offline-Sync für Werks­gelände. Audit-Bericht als PDF direkt aus dem System.

Häufige Fragen

Was unter­scheidet Prozess­audit vom System-Audit?

System-Audit prüft das gesamte QMS gegen ISO 9001. Prozess-Audit prüft einen kon­kreten Prozess in seiner Tiefe — Eingänge, Steuerung, Aus­gänge, Schnitt­stellen. Im Automotive (VDA 6.3) ist Prozess­audit der dominante Audit-Typ — System-Audit ergänzt nur.

Wie wird ein Turtle-Diagramm verwendet?

Das Turtle-Diagramm (Schildkröte) visualisiert einen Prozess: Eingang (links), Aus­gang (rechts), oben „mit was“ (Material), unten „durch was“ (Methode), Hin­ter-Beine „durch wen“ (Mensch), Vorder-Beine „wie messen“ (Kennzahl). HeyAudit struktur­iert das Audit nach dieser Logik.

Was ist VDA 6.3?

VDA 6.3 ist die deutsche Automotive-Norm für Prozess­audits, ergänzt IATF 16949. Sie definiert Audit-Fragen pro Prozess-Element und Bewertungs-Skala (A/AB/B/C). VDA-zertifizierte Auditoren sind in Automotive-Liefer­kette häufig Pflicht. HeyAudit ist VDA-kompatibel struktur­iert.

Wie tief muss ein Prozess­audit gehen?

Tief genug, um die Wirksamkeit des Prozesses real zu beurteilen — nicht nur die Existenz von Dokumenten. Stich­proben aus tat­säch­licher Praxis, Beobachtung von Mit­arbeitern in Aktion, Vergleich mit Verfahrens­anweisung. Audit-Tag pro Prozess ist Standard, kritische Prozesse länger.

Welche Prozesse sollten audi­tiert werden?

Mindestens die Kern-Prozesse (Wareneingang, Produktion, Versand) jährlich. Unter­stützungs-Prozesse (Instand­haltung, Personal) alle 2 Jahre. Management-Prozesse (Strategie, Risiko) alle 2–3 Jahre. Audit-Programm priori­siert nach Bedeutung und früheren Befunden.

Wer darf Prozess­auditor sein?

Auditor mit nach­weisbarer Schulung (Methoden­kompetenz nach ISO 19011 oder VDA 6.3) plus Prozess-Kompetenz. Auditor darf nicht den eigenen Prozess audi­tieren. Häufig externe Berater für die ersten Prozess­audits, intern dann eigene Auditoren.

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